Donnerstag, 20. Mai 2010

niagara falls


fast hät ich's vergessen...auf dem weg zurück nach toronto habe ich mal noch die wasserfälle abgecheckt. was ich nicht wusste, niagara falls ist ebenso die bezeichnung der gleichnamigen stadt, die direkt an den fällen liegt. mit 82000 einwohnern gar nicht mal so klein. hübsches städtchen, der teil direkt an den fällen hat jedoch mehr an las vegas erinnert, mit aussichtsturm, casinos und 'nem rießenrad. etwas kommerziel das ganze, die wasserfälle jedoch waren ziemlich cool. auch hier ein paar schnappschüsse...

ich war noch niemals in new york...


...shut up, udo!:D
san francisco und hawaii kann ich zwar nicht bieten (noch nicht), aber dem big apple habe ich nun 4 tage meine ehre erwiesen. ja und was soll ich sagen, war schon cool.^^
nur der grenzübergang hat sich erwartungsgemäß als etwas schwierig erwiesen, die amis haben eben ihre eigenen macken. nach 2 stunden wartezeit haben sie dann meine fingerabdrücke bekommen und ich konnte meine ersten schritte auf us-amerikanischen boden setzen. zum glück hatte ich mit meinem ride nach new york mal wieder einen volltreffer gelandet. da wir erst mitten in der nacht in new york angekommen sind, konnte ich es mir für ein paar stunden auf seiner couch bequem machen und am nächsten morgen wurde ich zur zugstation gefahren, die mich direkt nach manhattan brachte. dort dauerte es auch nicht lange meine unterkunft zu finden, in nem super noblen apartment. Sogar die drehtür am haupteingang wurde für mich angestoßen!:) hab dann allerdings festgestellt, dass die erste nacht nicht sonderlich gemütlich wird, war nämlich nicht der einzige couchsurfer. neben mir waren da noch ein engländer, ein holländer, ne amerikanerin und, wie sollte es anders sein, deutsche, 3 stück^^ hab ich mir eben mein quartier auf’m boden aufgeschlagen, wenigstens war’s umsonst!:P
am ersten tag haben wir alle zusammen ´ne segeltour gebucht und sind bisschen um manhattan rumgeschippert und haben der ms liberty guten tag gesagt. abends dann noch den times sqare abgecheckt, war also definitiv ein gelungener erster tag und eigentlich auch der beste. ach ja, und zwischendurch sind wir alle zusammen zu nem burger restaurant gegangen mit fetten burgern. leider waren die preise genauso fett. robert unseren gastgeber hats nicht gestört, der macht hier gut kohle in new york, aber ich und meine landsmänner und frauen müssen bisschen auf die finanzen achten. also haben wir uns geschickt abgeseilt und sind zu nem etwas preiswerteren restaurant gegangen, mcdonalds!:D
wie auch immer, am nächsten morgen waren die meisten couchsurfer dann schon wieder weg. war einerseits von vorteil, weil somit die couch frei geworden ist, aber auch bissl doof, weil ich ab da mehr oder weniger auf mich allein gestellt war. aber ich dachte mir was solls, bist ja schon n großer martin.^^ also ging die tour weiter. chillen im central park, auf’s empire state building hochfahren, new york aquarium, madison sqare garden, fifth avenue, es war schon bisschen was geboten!;) am ground zero bin ich natürlich auch mal vorbeigekommen, aber war halt nicht mehr als ne rießengroße baustelle. und daneben standen ein paar leute, die sich mit plakaten und so ziemlich lautstark gegen terrorismus eingesetzt haben. frag mich nur ob die da schon seit 2001 stehen, die schienen jedenfalls ausdauer zu haben.^^ cool allerdings war das museum, das ich abgecheckt hab. nach 9/11 war es nur einem einzigen typen erlaubt, während den bergungsarbeiten das gelände zu betreten und fotos zu schießen. die fotos gab’s dort zu sehen und noch bisschen anderes zeug, unter anderem ein kleines stück der maschine, das in den nordturm gecrashed ist. zu jedem gegenstand oder bild konnte man sich die geschichte, die dahinter steckt, anhören. mega interessant!
Fazit: 4 tage, die sich definitiv gelohnt haben. ich glaub das war sowas, das man urlaub vom urlaub nennt. bin jetzt nämlich wieder zurück in toronto und hab heute mit meinem kumpel jeff biertrinkenderweise (wernesgrüner^^) 28°C auf der hollywoodschaukel auf der terrasse genossen. life is good!:P

Sonntag, 16. Mai 2010

toronto


nach meinem mehr als 2-wöchigen hitch-hiking trip war ich also endlich in toronto angekommen und bin bei meinem kumpel jeff eingezogen, der mich am ersten tag gleich einmal in der stadt rumgeführt hat. chinatown, straßenmärkte, ghettos, baseballstadium, den hafen, cn-tower, alles war dabei bei unserer mehrstündigen wanderung durch downtown, nicht zu vergessen eine der lokalen bierbrauereien, in der es auch eine kleine stärkung für den restlichen weg gab!;)erkenntnis nach alledem: toronto ist rießengroß, nochmal eine andere adresse als vancouver, calgary oder edmonton. auf den cn-tower hab ich mich auch mal hinaufgewagt, dem mit 553 metern zweitgrößten freistehenden gebäude der welt. jedoch fand ich den eintrittspreis von 25 dollar etwas überzogen. okay, es war schonmal ganz cool das ganze geschehen von einer 342 metern hohen aussichtsplattform zu beobachten, aber die ganzen wolkenkratzer imponieren doch mehr, wenn man sich selbst am boden befindet. ganz witzig war jedoch ein gläserner boden, auf dem man stehen konnte und dann nichts mehr unter sich hatte außer die straße ein paar hundert meter unter einem. eigentlich keine große sache, aber schon eine kleine mutprobe für leute mit schwachen nerven. 'ne deutsche frau war kurz vorm herzkasper. "ich kann da nicht draufgehen, schau mal wie tief das ist! wenn ich da runterfalle" daneben stande zwar ein schild, auf dem geschrieben war, dass die glasplatten ein gewicht von 14 ausgewachsenen hippos aushalten könnten, aber das war in dem moment kein ausschlaggebendes argument.^^
was war sonst noch so los... 'ne kleine radtour zum strand. baden war da zwar noch nicht so angesagt, aber spaß gemacht hat's auf alle fälle, mein kleines oldschool vehikel durch toronto zu treten.
ja und ansonsten eben das übliche programm (erst recht mit jeff nach unserer zeit in banff) muss ich ja jetzt nicht mehr weiter erleutern!:P
etwas informationsarm, aber ich bin vorhin erst vom central park zurück gekommen und heute geht es noch auf's empire state building, stress!!!:)

Mittwoch, 5. Mai 2010

hitch-hiking across canada


ich mal wieder! nach fast 6 monaten dachte ich mir, es ist genug mit revelstoke, die saison war beendet und auf den job konnte ich auch gerne verzichten, definitiv zeit für was neues! der plan, den osten kanadas zu erobern, stand schon ewig fest, die frage war nur wie ich da hinkomme. flug? zu teuer! zug? nicht viel billiger! bus? ziemlich preiswert, aber langweilig! und wie wäre es, einfach den daumen rauszuhalten und zu trampen? kostet nichts und hält sicher einige witzige geschichten bereit. gesagt, getan!:)
tag 1: revelstoke - banff: nach 1,5 stunden konnte ich das erste auto anhalten, welches mich direkt zu meinem ersten tagesziel brachte. warum dieses banff hieß, ist nicht schwer zu erraten.^^ da ich schon 2 wochen dort verbracht hatte, dachte ich mir, fahr ich dort nochmal vorbei, treff ein paar leute von vor 6 monaten und trink ein likörchen mit denen, oder zwei, oder drei, keine ahnung wieviele es waren...zu viele jedenfalls angesichtes des hangovers am nächsten morgen! nichts desto trotz musste die reise weiter gehen...
tag 2: banff - jasper: diesmal benötigte es schon 3 rides, aber dennoch bin ich ohne probleme im kleinen, aber wunderschönen örtchen jasper nördlich von banff angekommen. am ersten abend ging es zelten mit olivia (mein couchsurfing host) und ein paar ihrer freunde. in der nacht waren es dann so ungefähr -2°C, schweinekalt, aber überlebt! am nächsten tag stand ein hiking-trip auf'm plan. die meisten saßen am strand, genossen die sonne und rauchten pot (wie's halt so ist in kanada^^) aber ich dachte mir ein bisschen sportliche aktivität wäre mal nicht schlecht. schön geschwitzt, aber mit shorts durch knietiefen schnee zu stapfen hat für abkühlung gesorgt. amazing day!:)
tag 4: jasper - edmonton: spätestens jetzt wusste ich, es war eine gute entscheidung das land per anhalter zu durchqueren. kaum auf der rückbank platz genommen hieß es: "do you want a beer?" äähh, naja, wenn du so fragst, dann würd ich eins nehmen. kaum ausgetrunken, hatte ich das nächste in der hand. nach dem dritten wars alle. ich dacht mir, okay, drei bier zur mittagsstunde soll reichen, aber nicht so die beifahrerin!:) also fix am liquor store angehalten und nachschub geholt. und mein meal bei mcdonalds haben sie auch noch bezahlt. die 2 waren schon bisschen seltsam, aber ich war kulinarisch bestens versorgt!:) allerdings trennten sich dann die wege und ich bin mit ein paar anderen rides angeheitert und gesättigt in edmonton angekommen. dort war dann eigentlich gar nicht so viel zu tun. habe einen tag mit 4 chicks aus österreich verbracht und die größte shopping mall der welt (flächenmäsig) abgecheckt, mit eigenem vergnügungspark, eisbahn, schwimmhalle und was so eine mall eben alles braucht.^^ zum glück waren die 4 mädels schon beide tage zuvor in der mall und haben ihr geld verprasst, das hat es für mich um einiges einfacher gemacht!:) ne runde minigolf haben wir gespielt, das wars dann aber auch. naja und am abend dann mit ein paar bierchen den tag ausklingen lassen...was sonst!:D
tag 7: edmonton - maidstone: lief etwas holprig, dauerte 4 stunden um allein aus edmonton rauszukommen und beschissenes wetter war auch noch. so kam es, dass ich mein tagesziel saskatoon nicht erreichte und in nem kaff namens maidstone in nem verlausten motel einchecken musste, um mich nicht am straßenrand zu ner eisskulptur zu verwandeln. und dann wollten die auch noch 65 dollar. ich dachte mir, da kann man doch verhandeln. 30 dollar hab ich angeboten und gemeint das wäre alles was ich habe!^^ darauf wollte er nicht so wirklich eingehen. auf der straße wollte ich allerdings nicht unbedingt schlafen, also hab ich zufällig noch'n zwanziger in der hosentasche gefunden!:P er meinte zwar "dig a little deeper and you'll find more", aber dennoch haben wir uns dann auf 50 bucks geeinigt. das sollten die einzigen 50 dollar auf meinem gesamten weg nach toronto bleiben, damit kann man leben!:)
tag 8: maidstone - saskatoon: am nächsten morgen klingelte der wecker bei zeiten, somit war ich dann aber auch schon zur mittagsstunde in saskatoon, wo ich mich mit mason (den ich aus revelstoke kannte) traf. viel war dort allerdings nicht zu tun, also haben wir nur gechillt und uns paar filme reingezogen.
tag 9: saskatoon - regina: auch in regina hatte ich mir über couchsurfing eine unterkunft klargemacht. dort waren schon matthias und julian, 2 meiner zahlreichen landsleute hier in kanada. zusammen mit andrea (unserer gastgeberin) und ein paar anderen leuten hatten wir dinner zusammen und am nächsten tag hat uns andrea dann ein wenig die stadt gezeigt, was allerdings nicht sonderlich aufregend war, da es nicht so viel zu sehen gab. abends haben wir uns dann ein lacrosse game angeschaut, ziemlich merkwürdige angelegenheit, bin ich nicht traurig drüber, dass das in europa niemand kennt. abends noch ein bierchen getrunken und dann sollte es genug sein in regina.
tag 11: regina - winnipeg: wie sich herausstellte, hatten matthias, julian und ich nicht nur die gleiche couch in regina, sondern auch in winnipeg klargemacht. das land ist einfach viel zu klein.^^ war aber ganz praktisch, da ich so gleich ein ride hatte und meinen daumen etwas schonen konnte!:) in winnipeg war dann allerdings durchweg crappy wetter. sollte uns aber nicht stören. gewohnt haben wir bei david, den ich schon aus vancouver kannte, da wir dort während den olympics den gleichen host hatten. zusammen mit einigen seiner kumpels trafen wir uns, um das legendäre centurion zu spielen. 100 beer shots in 100 minuten. keine große sache mit ein wenig erfahrung! nur julian bekam es nicht sonderlich gut. davids mum hat sich gefreut, als sie am nächsten morgen das badezimmer gesehen hat, julian war leider nicht mehr sonderlich treffsicher wenn ihr versteht was ich meine ...shit happens!^^
tag 15: winnipeg - thunder bay: keine große sache, am späten abend rechtzeitig angekommen und bei den nächsten leuten meine couch bezogen, aber diesmal nur für eine nacht. da ich schon 2 wochen unterwegs war und mein geldbeutel ein loch zu haben schien, wollte ich nun nur noch so schnell wie möglich in toronto ankommen.
tag 16: thunder bay - toronto: ursprünglich hieß die route thunder bay - sault ste marie, dort hatte ich mir schon die nächste couch organisiert. aber dann kamm mohammad, der truck driver aus palistina!:D war das erste mal, dass ich so ein tonnenschweres gefährt am highway zum stehen bringen konnte. und mohammad war auf dem weg nach toronto, checkpot!!! so war ich also 2 tage mit 'nem trucker unterwegs und konnte mir alle geschichten von ihm anhören, in welchem urlaub er wieviele frauen abgeschleppt hat. in kuba vor 3 jahren waren es in einer woche 10! und insgesamt schon über 100! nicht schlecht, mohammad, kriegst 'nen daumen!:D selbst mit mir wollte er sein bett teilen mit den worten "we can share the bed if you want, no problem, but don't touch my ass!" verlockendes angebot, ich hab's mir dann aber doch auf'm beifahrersitz gemütlich gemacht!:D ein wenig hormongesteuert, aber dennoch ein netter kerl, hat mir sogar alles bezahlt. kaffee, pizza, alles! und mich letztendlich zu meinem ziel, toronto gebracht. nach 17 tagen, 24 rides, 4434km und 'ner gewaltigen menge spaß hatte ich die millionen-metropole toronto erreicht und konnte meine couch bei meinem kumpel jeff, den ich in banff kennengelernt hatte, beziehen. für die, die den blog schon seit 'ner weile verfolgen, jeff ist derjenige, der gerne mal aus meinem schuh trinkt!^^ das kann lustig werden...